Mehr Transparenz und Sicherheit im Superwahljahr

Facebook:

Bild: Facebook
Von Melanie Müller

Seit dem vergangenem Jahr sind digitaler Hass und Falschinformationen noch stärker sichtbar. Die sechs Landtagswahlen und die im September anstehende Bundestagswahl macht es in den Sozialen Medien nicht besser. Bevor der digitale Topf nun überkocht, will Facebook einige Änderungen vornehmen, um ebendiese Wahlen so objektiv und transparent wie möglich zu halten.

Facebook-Gruppen sollen sicherer werden, das verkündete die Plattform in der vergangenen Woche (08. Juni 2021)¹. Unter anderem werden Maßnahmen ergriffen, die die „Verbreitung unzulässiger Inhalte wie Hassrede und Falschinformationen“ begrenzt und es bestimmten Gruppen zusätzlich erschwert, ebendiese zu verbreiten.

So werden betroffene Gruppen nicht weiter angezeigt und auch die Funktion der Einladung in diese, wird künftig eingeschränkt. Vor allem die Empfehlung politischer und neu gegründeter Gruppen soll vermindert werden.

Fehlverhalten mit Konsequenzen

Bei Verstößen gegen die neuen Richtlinien hat dies in Gruppen wie auch im regulären Newsfeed – bei einzelnen Beiträgen – einige Folgen: So wird beispielsweise die Sichtbarkeit dieser eingeschränkt. Zudem können ihnen und ihren Mitglieder*innen Rechte und Reichweite entzogen werden. Der Eintritt in solche Gruppen wird nachfolgend mit einem Warnhinweis versehen.

Außerdem setzt Facebook sich gegen den Missbrauch der Plattform ein. Mitglieder*innen, die gegen Richtlinien verstoßen, können also künftig auch außerhalb ihrer genutzten Gruppen am Posten gehindert werden.

Facebook bereitet sich vor

Im vergangenen Monat (20. Mai 2021) äußerte sich die Social Media Plattform zudem über Vorkehrungen zu den diesjährigen Wahlen in Deutschland, um den Umgang damit transparenter und sicherer zu machen. Dazu will Facebook unzulässige Inhalte entfernen und Falschinformationen bekämpfen. Eine Wahlbeeinflussung soll ebenfalls umgangen werden. Ferner stehen Kandidat*innen unter Schutz und Unterstützung der Plattform.

Des Weiteren fordert Facebook bei Werbeschaltungen eine vollständige Authentifizierung. Zusätzlich werden diese mit einem „Finanziert durch“-Disclaimer² gekennzeichnet und in einer Werbebibliothek gesammelt, die jedem*r frei zugänglich ist. Dennoch kann die Werbepräferenz von jedem*r Nutzer*in selbst eingestellt werden – so dass auch keine politische Werbung geschaltet wird.

Was haltet ihr von den Vorkehrungen? Findet ihr die Maßnahmen relevant?